Wandel – in jedem Einzelnen

 

„Die Welt braucht einen Wandel“. „So wie es jetzt ist kann es nicht mehr weitergehen“. „Es wird nie mehr so sein wie es mal war“. Alles Aussagen, die man immer wieder hört, die man immer wieder liest. Bei Pro und Contra-Positionen kreuzen viele Menschen die Klingen in unzähligen heiklen, gewichtigen Themen. Vom Klimawandel, über die Wirtschaftsstrategie bis Corona. Ein ermüdender, zermürbender Kampf der Meinungen, bei dem mitunter jahrelange, wertvolle Freundschaften zerbrechen. Und die Menschen konsterniert zurück lässt mit den Fragen: Wie denn? Was nun?

Wenn wir die Erde ausbeuten bis zum Geht-nicht-mehr, Meere mit Plastik füllen, die Existenzen durch Corona-Massnahmen vernichtet werden, die Wirtschaft zu zerbrechen droht, die Menschen sich gegenseitig immer mehr bekämpfen: wie könnten wir das denn ändern? Warum sind wir dahin gekommen wo wir jetzt stehen? Was fehlt uns am dringlichsten?

Es scheint nicht mehr die Zeit des Nehmens, des uferlosen Materialismus, des Konsumierens, Ausbeutens, des Anderen-benutzens, des Anderen-Bekämpfens zu sein. Wenn wir das weiterhin so auf die Spitze treiben, wie das aktuell geschieht, dann behüte uns Gott. Sowas sage ich sonst nie. Ich glaube in dem Sinne nicht an einen Gott. Sondern an die Fähigkeit jedes einzelnen Menschen, in seiner Art göttlich zu sein. Ich glaube an die Möglichkeit des Menschen, in sich geistige Fähigkeiten zu entwickeln, die er bis jetzt noch nicht entwickelt hat. Das mag in einer hochtechnologisierten Welt, in der die allumfassende Digitalisierung vorangetrieben wird, fast anmassend klingen. Aber ist es nicht gerade auch dadurch der Mensch in seiner Entwicklung, der hier auf breiter Ebene verliert? Oder aus den Augen verloren wird? Der Mensch und seine schöpferischen, kreativen Fähigkeiten werden verdrängt, reduziert und eingeschrännkt wo immer es möglich ist. Dabei vergisst man, dass nur dieser genau eben diese Fähigkeit auch hat. Ein Roboter wird nie kreativ sein oder neue Visionen entwerfen können.

Wir sind die Gestalter unseres Lebens. Wir sind die Kreateure und Akteure. Keine äussere Autoriät, kein aussenstehender Gott, keiner unserer Mitmenschen wird uns sagen können, wie wir leben sollen. Die aktuelle Überflutung von angstmachenden Informationen behindern und belasten aber gerade diese geniale Fähigkeit des Menschen, sich selber Gedanken bilden zu können. Und auf diese aktive Gestaltungsfähigkeit des eigenen Denkens auch zu vertrauen. Die Suggestionen, Manipulationen und vielen Lügen die kursieren nehmen den Einzelnen richtiggehend gefangen und lassen das eingeständige und logische Denken erlahmen.

Wehe dem, der trotzdem noch selbständig denkt und sich wenn möglich noch kritisch zu äussern wagt. Der landet schnell in einer vorgezimmerten Schublade mit Anschrift: Verschwörungstheoretiker, Corona-Skeptiker, gar Leugner oder noch besser Covidiot. Wie mutige Menschen wie Bodo Schiffmann oder Sucharit Bhakdi, die aufklären wollen.

Wer kein Rückgrat bewahrt wird schnell wieder stromlinienförmig und angepasst. Kennen Sie das Lobbster Prinzip? Die Lobbster, die in der Box nur noch auf ihren Tod im heissen Oel warten, machen manchmal den Versuch, aus der Todesbox herauszufliehen. Wenn sie das versuchen, werden sie von ihren Kollegen flugs wieder in die Tiefen der Box und somit in den sicheren Tod gezerrt.

Der Mensch ist ein Individuum, das sich besser frei von einem Pulk oder einer gleichförmig schwingenden Masse entwicklen kann. Geht man davon aus, dass er nicht nur aus Fleisch und Blut alleine besteht, sondern darüberhinaus auch eine Seele und über geistige Fähigkeiten verfügt, dann braucht es meines Erachtens heute eine praktische, gelebte Spiritualität, die von jedem Einzelnen ausgeht. Inspiriert durch weisheitsvolle Gedanken von grossen Denkern oder Geistfroschern wie Rudolf Steiner oder Heinz Grill, die eine erweiterte Sicht der Dinge und damit eine individuelle Entwicklung mit wirklichen Inhalten ermöglichen, neue Perspektiven eröffnen. Jeder einzelne Mensch besitzt die Fähigkeit, aus sich heraus einen Wandel hervorzubringen. Und damit auch einen Wandel in seinem Umfeld und von jedem Einzelnen aus in der gesamten Welt.


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